<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Büchersäufer. Ein Blog von Uwe Wittstock &#187; Thomas Bernhard</title>
	<atom:link href="http://blog.uwe-wittstock.de/?feed=rss2&#038;tag=thomas-bernhard" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.uwe-wittstock.de</link>
	<description>Über Literatur und Literaten</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 May 2026 08:37:49 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5</generator>
		<item>
		<title>Die Bücher-Bar / Eine Kolumne / Folge 12</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2568</link>
		<comments>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2568#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 10:43:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher-Bar / Eine Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Amanda Gorman]]></category>
		<category><![CDATA[Haruki Murakami]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Houellebecq]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Bernhard]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2568</guid>
		<description><![CDATA[Der Büchersäufer stellt in dieser Kolumne Bücher vor, die er mit Genuss bis zur Neige geleert, oder an denen er lieber nur kurz genippt hat. Heute geht es um die Frage, auf welche Weise man als Schriftsteller oder Schriftstellerin richtig &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2568">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Der <em>Büchersäufer</em> stellt in dieser Kolumne Bücher vor, die er mit Genuss bis zur Neige geleert, oder an denen er lieber nur kurz genippt hat.</strong></h2>
<h2><strong>Heute geht es um die Frage, auf welche Weise man als Schriftsteller oder Schriftstellerin richtig gekleidet ist und wie die bedeutende Mode des Literaturbetriebs für die Nachwelt konserviert werden kann. </strong></h2>
<h1><b>Manche Dichter sind vielleicht nicht gut, aber dafür gut angezogen</b></h1>
<div id="attachment_2569" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><img class="size-medium wp-image-2569" alt="Haruki Murakami: &quot;Murakami T. Gesammelten T-Shirts&quot;. Übersetzt von Ursula Gräfe. 192 Seiten, 108 Abbildungen. Verlag DuMont. 24 Euro" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2021/11/9783832181802-228x300.jpg" width="228" height="300" /><p class="wp-caption-text">Haruki Murakami: &#8220;Murakami T. Gesammelten T-Shirts&#8221;. Übersetzt von Ursula Gräfe. 192 Seiten, 108 Abbildungen. Verlag DuMont. 24 Euro</p></div>
<p>Wo sind eigentlich Goethes Socken geblieben? Er soll schon in jungen Jahren welche aus Seide getragen haben, schließlich war seine Familie schwerreich. Aber über ihren Verbleib ist nichts bekannt. Es fällt schwer, sich das einzugestehen, doch die bittere Wahrheit lautet: Ein Stück Goethe ist verloren gegangen.</p>
<p>Dabei war Goethe sehr zufrieden mit seinen Socken. Nur bei Sommerausflügen an den Rhein trug er darunter noch feine Ledergamaschen, damit sich die „entsetzlichen Rheinschnaken“ (Dichtung und Wahrheit) bei dem Versuch, Dichterblut abzuzapfen, den Rüssel ruinieren. Was uns sofort zur nächsten Frage führt: Wo sind eigentlich Goethes Gamaschen geblieben?</p>
<p>Natürlich ist es gut, wenn große Autoren solchen eminenten Problemen ihrer Nachwelt rechtzeitig vorbeugen. Deshalb hat der japanische Schriftsteller Haruki Murakami jetzt seinen Kleiderschrank geleert und eine sorgfältig illustierte und edierte historisch-kritische Gesamtausgabe seiner T-Shirts zusammengestellt: „Murakami T“ (DuMont, 24 Euro). Die Kuratoren künftiger Murakami-Museen sind nun bestens im Bilde, auf welche potentiellen Ausstellungsstücke sie konservatorisch zu achten haben.</p>
<p>Bekleidungsfragen wurden im Literaturbetrieb ja lange vernachlässigt. Aber damit hat die junge amerikanischen Dichterin Amanda Gorman nach ihrer Lesung für Präsident Joe Biden gründlich aufgeräumt und die Weltöffentlichkeit inzwischen wissen lassen, dass sie mit Prada und Estée Lauder zusammenarbeitet, um ihre Gedichte modisch jederzeit ins rechte Licht zu rücken.</p>
<p>Und nun kommen erregende Fashion-News auch von Michel Huellebecq, dem Vordenker des Clochard-Looks in der französischen Buchbranche. Huellebecq besuchte das Thomas-Bernhard-Haus im österreichischen Obernathal und probierte dort die Trachtenjacke des verblichenen Kollegen Thomas Bernhard an. Sie passte und gefiel ihm so gut, dass er sich seither häufiger in dem kostbaren Stück zeigt. Dem naheliegenden Verdacht, er habe sie geklaut, widersprach jetzt die Thomas-Bernhard-Gesellschaft in einer öffentlichen Erklärung: Huellebecq habe die Jacke nach der Anprobe „nicht mehr zurückgegeben“ und die Bernhard-Kuratoren hätten das „toleriert“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>@font-face {font-family:&#8221;ＭＳ 明朝&#8221;; mso-font-charset:78; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;}@font-face {font-family:&#8221;Cambria Math&#8221;; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1107305727 0 0 415 0;}@font-face {font-family:Cambria; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1073743103 0 0 415 0;}p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-unhide:no; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:&#8221;"; margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:Helvetica; mso-fareast-font-family:&#8221;ＭＳ 明朝&#8221;; mso-bidi-font-family:Helvetica; letter-spacing:-.25pt; mso-font-kerning:11.0pt;}.MsoChpDefault {mso-style-type:export-only; mso-default-props:yes; font-size:11.0pt; mso-ansi-font-size:11.0pt; mso-bidi-font-size:11.0pt; font-family:Helvetica; mso-ascii-font-family:Helvetica; mso-fareast-font-family:&#8221;ＭＳ 明朝&#8221;; mso-hansi-font-family:Helvetica; mso-bidi-font-family:Helvetica; letter-spacing:-.25pt; mso-font-kerning:11.0pt;}div.WordSection1 {page:WordSection1;}</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.uwe-wittstock.de/?feed=rss2&#038;p=2568</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Buch&amp;Bar 96: Thomas Bernhard &#8220;Städtebeschimpfungen&#8221;</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2147</link>
		<comments>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2147#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2017 09:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch & Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni Trapattoni]]></category>
		<category><![CDATA[Louis de Funès]]></category>
		<category><![CDATA[Raimund Fellinger]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Bernhard]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2147</guid>
		<description><![CDATA[Der Virtuose des Wutausbruchs Heute über: Die Lust am Zorn beim Lesen und Trinken Thomas Bernhards Talent für Beleidigungen und Verunglimpfungen aller Art ist legendär. Er war ein Hochleistungs-Hasser, ein wahrer Champion des Hate-Speech. Raimund Fellinger hat jetzt eine exzellente &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=2147">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Der Virtuose des Wutausbruchs</strong></h1>
<h2><strong>Heute über: Die Lust am Zorn beim Lesen und Trinken</strong><strong><br />
</strong></h2>
<div id="attachment_2148" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2017/01/25430077z.jpg"><img class="size-full wp-image-2148" title="25430077z" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2017/01/25430077z.jpg" alt="" width="294" height="475" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Bernhard: &quot;Städtebeschimpfungen&quot;. Düsseldorf oder München oder Hamburg: lauter Provinzen. Herausgegeben von Raimund Fellinger. Suhrkamp Verlag. 9 Euro</p></div>
<p><strong>Thomas Bernhards</strong> Talent für Beleidigungen und Verunglimpfungen aller Art ist legendär. Er war ein Hochleistungs-Hasser, ein wahrer Champion des Hate-Speech. Raimund Fellinger hat jetzt eine exzellente Kollektion seiner <strong>„Städtebeschimpfungen“</strong> zusammengestellt (Suhrkamp, 9 Euro).</p>
<p>Lüttich war in Bernhards Augen „hässlich“, Lübeck „grauenhaft“, Freiburg „entsetzlich“, Chur „trübsinnig“.</p>
<p>Bremen „verabscheute“ er, und „zwar vom ersten Moment an“.</p>
<p>Oslo nannte er „nervenzerstörend“, Montreux ein „kaltes Loch“, Stockholm „öde“ und Neapel „allertiefste Provinz“.</p>
<p>Von Passau hielt er gar nichts: „Vor Hilflosigkeit und Hässlichkeit und widerwärtiger Plumpheit strotzend“.</p>
<p>Regensburg war für ihn „kalt und abstoßend“. Salzburg „kunst- und geistfeindlich“. Wien ein „Friedhof“. Augsburg eine einzige „Lechkloake“.</p>
<p>Ja, selbst Paris fand er „abscheulich“: eine „verstaubte Wüste“.</p>
<p>Lustig, nicht wahr? Wer je Louis de Funès sah oder Giovanni Trapattonis „Ich habe fertig“-Rede hörte, weiß, wie komisch rasende, permanente, überschäumende Wut sein kann. Lässt sich all der politische Hass, von dem derzeit so viel die Rede ist, vielleicht einfach bei einem guten Cocktail niederlachen und kaputtkichern? Ich würde dazu einen <strong>Laughing Buddha</strong> empfehlen: 6 cl Wodka Citron, 3 cl Limettensaft, 3 cl Ingwerbier, drei Ingwerscheiben und etwas Serrano-Pfeffer. Scharf macht lustig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>2014 startete BUCH &amp; BAR. Die Kolumne ist schon deshalb absolut unverzichtbar, weil sie dem weltbewegenden Zusammenhang zwischen Lieblingsbegleiter BUCH und Lieblingsaufenthaltsort BAR nachgeht, zwischen Geschriebenem und Getrunkenem, zwischen der Beschwingtheit, in die manche Dichter ebenso wie manche Drinks versetzen können. Also haargenau das,  worauf jeder überzeugte Büchersäufer immer schon gewartet hat – weshalb ich die Kolumnen hier gern frisch auf die Theke meines Blogs serviere.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.uwe-wittstock.de/?feed=rss2&#038;p=2147</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
