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	<title>Die Büchersäufer. Ein Blog von Uwe Wittstock &#187; Daniel Kehlmann</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Büchnerpreis 2014 für Jürgen Becker</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2014 12:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Über Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Kehlmann]]></category>
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		<description><![CDATA[Ängstlich und bedenkenträgerisch Heute gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt bekannt, den Georg-Büchnerpreis in diesem Jahr dem Kölner Lyriker und Prosaautor Jürgen Becker zu verleihen. Was ist von dieser Entscheidung zu halten? Als Friedrich Dürrenmatt 1986 &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=990">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Ängstlich und bedenkenträgerisch<br />
</strong></h2>
<h3><strong>Heute gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt bekannt, den Georg-Büchnerpreis in diesem Jahr dem Kölner Lyriker und Prosaautor Jürgen Becker zu verleihen. Was ist von dieser Entscheidung zu halten?</strong></h3>
<p>Als Friedrich Dürrenmatt 1986 den Büchnerpreis erhielt, sagte er bei einer der vielen Reden, die ein Büchnerpreisträger halten muss: &#8220;Preise bekommt man immer erst dann, wenn man keine mehr braucht.&#8221;</p>
<div id="attachment_992" class="wp-caption alignleft" style="width: 295px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2014/05/J%C3%BCrgenBecker.jpg"><img class="size-full wp-image-992" title="JürgenBecker" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2014/05/J%C3%BCrgenBecker.jpg" alt="" width="285" height="475" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Becker: &quot;Wie es weiterging. Ein Durchkang - Prosa aus fünf Jahrzehnten&quot;. Suhrkamp Verlag. 21,95 Euro</p></div>
<p>Nun kann jeder Schriftsteller Preise gebrauchen, und Jürgen Becker wird für die Verwendung der Preissumme von 50.000 Euro auch etwas gutes einfallen. Da bin ich mir sicher. Gemeint hat der damals 65-igjährige Dürrenmatt mit seinem Satz aber wohl etwas anderes. Für einen etablierten Autor im Rentenalter hat ein Preis eine andere Bedeutung, als für einen jungen Autor, der noch um Anerkennung für seine Arbeit kämpfen muss. Hier kann ein wichtige Auszeichnung zugleich zu einer wichtigen Zäsur im Lebensweg und im Werk des Schriftstellers werden.</p>
<p>In der Satzung des Büchnerpreises heißt es: &#8220;Zur Verleihung können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden, die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben.&#8221;</p>
<p>Ich kenne Jürgen Becker ein wenig, er ist ein ungemein sympathischer Mann und ich freue mich für ihn, wenn er im Herbst den Büchnerpreis entgegennehmen kann. Aber bei allem Freude &#8211; ich würde nie behaupten, dass sein Werk &#8220;an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil&#8221; hat. Seine Bücher waren in den sechziger und siebziger Jahren wichtig. Vielleicht hätte man ihm in diesen Jahren den Büchnerpreis geben sollen.</p>
<p>Der Büchnerpreis hatte seine beste Zeiten den sechziger Jahren, als einige sehr frühe und mutige Entscheidungen getroffen wurden: Enzensberger, Bachmann, Grass erhielten die Auszeichnung in aufeinander folgenden Jahren (1963 &#8211; 1965), obwohl sie erst Mitte Dreißig waren. Wenn die Akademie heute den Mut hätte, sich unter den Mitte Vierzigjährigen umzuschauen, würden mir Daniel Kehlmann, Ingo Schulze, Judith Herrmann oder &#8211; postum &#8211; Wolfgang Herrndorf einfallen. Mag sein, dass die literarischen Fähigkeiten dieser Autoren nicht grenzenlos sind. Aber das sind die von Jürgen Becker oder Walter Kappacher (Büchnerpreis 2009) auch nicht. Aber die jüngeren Autoren haben einen spürbaren Einflüss auf die Gegenwartsliteratur &#8211; wie es die Büchnerpreis-Satzung verlangt. Und für sie und ihre weitere literarische Arbeit hätte diese Auszeichnung eine außerordentlich hohe Bedeutung.</p>
<p>Die diesjährige Entscheidung der Akademie ist ängstlich und bedenkenträgerisch. Mag sein, dass die Jury wegen ihrer Entscheidung für Sibylle Lewitscharoff im vergangenen Jahr (nach der &#8220;Halbwesen&#8221;-Rede Lewitscharoffs) Kritik einstecken musste. Aber ich halte es für viel angemessener, einem umstrittenen Autor den <strong>Büchner</strong>preis zuzuerkennen, als einem vollkommen Unumstrittenen, dessen Werk in der Literaturgeschichte eine größere Rolle spielt als in der literarischen Gegenwart.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daniel Kehlmann &#8220;Requiem für einen Hund&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 08:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Über Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Kehlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kleinschmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Fontane]]></category>

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		<description><![CDATA[Kehlmann und Komik Heute feiert Daniel Kehlmann Geburtstag. Für mich zählt er zu den wichtigsten und reifsten Schriftstellern deutscher Sprache und wird doch erst 39 Jahre alt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Zu diesem Anlass eine kurze Überlegung &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=855">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Kehlmann und Komik</strong></h2>
<h3><strong>Heute feiert Daniel Kehlmann Geburtstag. Für mich zählt er zu den wichtigsten und reifsten Schriftstellern deutscher Sprache und wird doch erst 39 Jahre alt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Zu diesem Anlass eine kurze Überlegung von mir zu dem leider wenig beachteten Gesprächs-Band, den Kehlmann und Sebastian Kleinschmidt 2008 veröffentlichten, in dem es um Götter und Genies, Zählen und Erzählen, Tod und Ruhm geht &#8211; aber vor allem auch um Komik</strong></h3>
<p>Das Buch erschien (ursprünglich im Verlag Matthes &amp; Seitz) unter dem Titel „Requiem für einen Hund“, denn Kehlmanns Hund Nutschki begleitete die Gespräche schweigend und starb kurz darauf. Kehlmann und Kleinschmidt widmeten ihm daraufhin das Bändchen.</p>
<div id="attachment_857" class="wp-caption alignleft" style="width: 162px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2014/01/37452159n1.jpg"><img class="size-full wp-image-857" title="37452159n" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2014/01/37452159n1.jpg" alt="" width="152" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Daniel Kehlmann und Sebastian Kleinschmidt: “Requiem für einen Hund”. Rowohlt E-Book Verlag, 7,99 Euro</p></div>
<p>Die beiden treiben hier nicht das übliche Frage-Antwort-Spiel des Interviews. Sie lassen sich auf einen konzentrierten Dialog über literaturtheoretische Fragen ein. Wieder einmal zeigt sich, dass Kehlmann nicht nur kluge Romane zu schreiben versteht, sondern auch Kluges über die Kunst des Romans zu sagen hat. Meist werden sich Kleinschmidt und er schnell einig. Doch in einem, wie ich finde, aufschlussreichen Punkt bleiben mehr Fragen offen, als Antworten gefunden werden.</p>
<p>Kehlmann hat oft beschrieben, wie glücklich er war, als es ihm in <em>Ich und Kaminski</em> (2003) erstmals gelang, seinen Romanen ein dezidiert komisches Element hinzuzufügen. Da er mit diesem Buch dann bei Kritikern wie Lesern auch seinen ersten großen Erfolg erzielte, ist der Verdacht vielleicht nicht ganz aus der Luft gegriffen, dass gerade dieser Sinn für Komik seine Arbeit auf ein neues literarisches Niveau hob. Kein Zufall also, dass Kleinschmidt und Kehlmann in ihrem Gespräch lange um eine Definition des, wie sie sagen, „Humors“ ringen – obwohl Humor wohl eher die Gabe eines Menschen bezeichnet, Komisches zu genießen, nicht aber das Talent, Komik zu erzeugen.</p>
<p>Lehrreich scheint mir, dass Kleinschmidt versucht, zwischen guter und schlechter Komik zu unterscheiden, dass er mit einem ethischen Argument in eine ästhetische Diskussion eingreift: „Entscheidend ist, das der Humor seinen Vorteil nicht auf Kosten seines Gegenstandes oder seines Gegenübers erringt.“ Er wirbt mit Fontane für die „verklärenden Macht des Humors“.</p>
<p>Kehlmann dagegen verteidigt den „eisigen Sarkasmus“, den „eisigen Humor“. Tatsächlich juckt es einen als Leser ja wenig, wenn in einem Roman Pointen auf Kosten einer naturgemäß fiktiven Romanfigur gemacht werden. Wichtig ist nur, ob die Pointe schlagartig etwas über die Figur klar macht – und sie eben nicht verklärt. Ein kleiner Dialog nur, aber er verrät doch viel über die tief sitzende Bereitschaft hierzulande, die Literatur zuallererst unter moralischen, statt unter ästhetischen Gesichtpunkten zu betrachten.</p>
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		<title>Die besten Bücher 2013</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2013 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Kahled Hosseini]]></category>
		<category><![CDATA[Terézia Mora]]></category>

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		<description><![CDATA[In eigener Sache Jobst-Ulrich Brand und ich habe in den letzten Wochen das neue Magazin &#8220;Die besten Bücher 2013&#8243; entwickelt. Seit heute ist es auf dem Markt: An allen guten Kiosken, Zeitschriftenhandlungen und bei allen Buchhandlungen der Hugendubel-Kette. Das Heft &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=803">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>In eigener Sache</strong></h1>
<h3><strong>Jobst-Ulrich Brand und ich habe in den letzten Wochen das neue Magazin</strong></h3>
<h3 style="text-align: left;"><strong>&#8220;Die besten Bücher 2013&#8243;<br />
</strong></h3>
<h3><strong>entwickelt. Seit heute ist es auf dem Markt: An allen guten Kiosken, Zeitschriftenhandlungen und bei allen Buchhandlungen der Hugendubel-Kette. Das Heft ist eine Kooperation zwischen Focus Spezial und Hugendubel. Wir hoffen auf eine interessierte und naturgemäß glückstrahlende Leserschaft!</strong></h3>
<p><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2013/11/Cover.JPG1.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-807" title="Cover.JPG" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2013/11/Cover.JPG1-e1384356728955-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Eine Menge Kollegen und Autoren haben mitgemacht und mitgeschrieben: Ellen Daniel, Elke Hartmann-Wolff, Elke Heidenreich, Barbara Jung, Ralf-Peter Märtin, Matthias Matting, Harald Pauli, Iris Röll und Lisa Timm. Als Art-Direktorin hat Susanne Achterkamp das Projekt begleitet. Großen Dank an alle.</p>
<p>Für das Heft waren wir unter anderem in Charlottesville, Virginia, bei <strong>John Grisham</strong>,<br />
in Toronto bei <strong>Carsten Stroud</strong>,<br />
in London bei <strong>Jonathan Stroud</strong> (mit Carsten Stroud weder verwandt noch verschwägert),<br />
in New York bei <strong>Elizabeth Gilbert</strong> und <strong>Junot Diaz</strong>,<br />
in Chicago bei <strong>Gillian Flynn<br />
</strong>und zusammen mit <strong>Eugen Ruge</strong> in Cabo de Gata (Südspanien)</p>
<p>Wir haben Gespräche unter anderem geführt mit:</p>
<p><strong>Dan Brown</strong>, <strong>Finn-Ole Heinrich, </strong><strong>Kahled Hosseini, Daniel Kehlmann, </strong><strong>Ian McEwan, </strong><strong>Terézia Mora, </strong><strong>Ferdinand von Schirach und David Wagner</strong></p>
<p>Wir hoffen dingend, mit diesen etlichen tausend Reisekilometer und vielen, vielen Interview-Stunden ein opulentes, lebendiges und bestens informiertes Bücher-Magazin anbieten zu können.</p>
<p>Und dazu haben wir mit <strong>Daniel Kehlmann</strong> und <strong>Ferdinand von Schirach</strong> zwei der besten  und bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller gewonnen, je eine Kurzgeschichte exklusiv für das Magazin zu schreiben. Dass beide Autoren gern auf unseren Wunsch eingingen, macht uns stolz und zeigt, dass auch sie neugierig sind auf diese neue Zeitschrift.</p>
<p>Sie hat 114 liebevoll bedruckte Seiten, erscheint in einer sagenhaften Auflage von 120.000 Exemplaren und zum sensationell günstigen Preis von nur: 4,90 Euro!</p>
<p>Also, wie gesagt:<strong> Seit heute ist es auf dem Markt: An allen guten Kiosken,  Zeitschriftenhandlungen und bei allen Buchhandlungen der  Hugendubel-Kette.<br />
</strong>Ende des Werbeblocks.</p>
<p><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2013/11/Foto2.JPG.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-808" title="Foto2.JPG" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2013/11/Foto2.JPG-e1384356873325-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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