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	<title>Die Büchersäufer. Ein Blog von Uwe Wittstock &#187; Johann Wolfgang von Goethe</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Sensationell: Goethe, Heine und Mann in eine Talk-Show zu Shakespeare und Cervantes</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2016 10:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Über Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Heine]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang von Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Miguel de Cervantes]]></category>
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		<category><![CDATA[William Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Miguel de Cervantes und William Shakespeare oder: Was mit Rittern und so&#8230; Als rasendem investigativen Literaturreporter fiel mir die Aufzeichnung einer bislang noch nicht gesendeten Talk-Show aus Anlass des 400. Todestages von Miguel de Cervantes und William Shakespeare in die &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=1754">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Miguel de Cervantes und William Shakespeare oder: Was mit Rittern und so&#8230;<br />
</strong></h1>
<h2><strong>Als rasendem investigativen Literaturreporter fiel mir die Aufzeichnung einer bislang noch nicht gesendeten Talk-Show aus Anlass des 400. Todestages von Miguel de Cervantes und William Shakespeare in die Hände. Sensationelles Material, denn die Gäste dieser Talk-Show sind drei der besten und bekanntesten Schriftsteller der deutschen Literaturgeschichte: Goethe, Heinrich Heine und Thomas Mann! Ich zögere natürlich nicht, diesen hoch brisanten Beitrag zur Fernsehkultur hier zu leaken und damit nachträglich dem Jubiläum und der beiden Schriftsteller zu gedenken. Die Abschrift folgt, ganz großes Ehrenwort, Wort für Wort der Aufzeichnung.</strong></h2>
<p>Wir befinden uns in einem Fernsehstudio mit vier schweren Ledersesseln. Der Moderator, so um die Dreißig, geht an den Kameras vorbei auf den letzten freien Sessel zu und begrüßt die Zuschauer seiner Talk-Show:</p>
<p><strong>Moderator:</strong> Hallo Leute! Vor 400 Jahren hatte die Literatur einen echt superschwarzen Tag. Am 23. April 1616 gingen gleich zwei der größten Dichter aller Zeiten in die ewigen Jagdgründe der Poesie ein: Miguel de Cervantes und William Shakespeare. Der eine hat den Bestseller „Don Quijote“ geschrieben, mit Rittern und so, der andere lauter Theaterstücke. Manche auch mit Rittern. Um über die beiden alten Knaben zu reden, haben wir drei supertolle Schriftsteller eingeladen: äh&#8230; (liest von seinen Notizen ab) Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Heinrich Heine (1797-1856) und Thomas Mann (1875-1955)&#8230;</p>
<div id="attachment_1755" class="wp-caption alignright" style="width: 383px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2016/05/CHANDOS3.jpg"><img class="size-full wp-image-1755" title="CHANDOS3" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2016/05/CHANDOS3.jpg" alt="" width="373" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Das sogenannte Chandos-Porträt von William Shakespeare, um 1610</p></div>
<p><strong>Thomas Mann</strong> (unterbricht): Verzeihen Sie, junger Mann, eine winzige Korrektur, die Sie mir wohl nachsehen wollen: Cervantes Stunde schlug am 23. April nach dem gregorianischen Kalender – und damit zehn Tage vor der Shakespeares, der am 23. April nach dem julianischen Kalender starb. Wenn es also nur die Koinzidenz der Daten war, die Sie unseren kleinen Gesprächszirkel einberufen ließ, sollten wir die Runde rasch aufheben.</p>
<p>(Goethe, Heine, Mann stehen auf, wollen das Studio verlassen)</p>
<p><strong>Moderator</strong> (verdattert): Also nein&#8230; Sie können doch nicht &#8230; Wir sind live!</p>
<p><strong>Johann Wolfgang von Goethe:</strong> Live?</p>
<p><strong>Moderator:</strong> Ja, Millionen schauen uns zu! Jetzt! Millionen, die Ihre Bücher in der Schule gelesen haben.</p>
<p><strong>Heinrich Heine:</strong> In der Schule? Die Ärmsten.</p>
<p>(Goethe, Heine, Mann lassen sich wieder in ihre Sessel fallen.)</p>
<div id="attachment_1756" class="wp-caption alignleft" style="width: 340px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2016/05/330px-Cervates_jauregui.jpg"><img class="size-full wp-image-1756" title="330px-Cervates_jauregui" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2016/05/330px-Cervates_jauregui.jpg" alt="" width="330" height="433" /></a><p class="wp-caption-text">Es gibt leider kein gesichertes Porträt von Cervantes. Es wird aber allgemein angenommen, dass dieses Porträt Cervantes zeigt</p></div>
<p><strong>Moderator</strong> (erleichtert): Herr Goethe. Stichwort: Theater. Sie haben ja auch Stücke geschrieben. Mit Rittern oder so. Da war Shakespeare bestimmt eine Super-Inspiration für Sie?</p>
<p><strong>Goethe</strong>: <em>Die erste Seite, die ich in ihm las, machte mich auf Zeitlebens ihm eigen, und wie ich mit dem ersten Stücke fertig war, stund ich wie ein Blindgeborener, dem eine Wunderhand das Gesicht in einem Augenblicke schenkt.</em></p>
<p><strong>Moderator</strong>: Das Gesicht?</p>
<p><strong>Heine</strong>: Geheimrat Goethe meint: Augen, Sehkraft! Sie Schwachkopf.</p>
<p><strong>Moderator</strong>: Ach so. Und Cervantes? Hat der Sie auch dermaßen umgehauen?</p>
<p><strong>Goethe</strong>: Ich habe <em>an den Novellen des Cervantes einen wahren Schatz gefunden, sowohl der Unterhaltung als der Belehrung. Wie sehr freut man sich, wenn man das anerkannte Gute auch anerkennen kann.</em></p>
<p><strong>Mann</strong> (zum Moderator): Sie sollten, junger Mann, nicht übersehen, welch bedeutende Verknüpfung zwischen dem Dichter eines Abenteuers wie Don Quijote und dem unsterblichen Barden der Briten besteht: Denn es gilt <em>zu bedenken, dass Shakespeare nur auf unvergleichlich geniale Weise tat, was vor ihm viele auf eine sehr simple und mechanische Weise getan hatten. Das Drama entstand, indem man den von Handlung wuchernden Abenteuerroman für die leibliche Vorstellung auf der Schaubühne übersetzte.</em></p>
<p><strong>Heine</strong>: <em>Der Spaniern gebührt der Ruhm, den besten Roman hervorgebracht zu haben, wie man den Engländern den Ruhm zusprechen muss, dass sie im Drama das Höchste geleistet. Und den Deutschen, welche Palme bleibt ihnen übrig? Nun, wir sind die besten Liebesdichter dieser Erde. Cervantes, Shakespeare und Goethe bilden das Dichtertriumvirat, das in den drei Gattungen poetischer Darstellung, im Epischen, Dramatischen und Lyrischen, das Höchste hervorgebracht.</em></p>
<p>(Heine nickt Goethe zu, Goethe erwidert das Nicken huldvoll)</p>
<p><strong>Moderator</strong>: Die TopDrei der Literaturgeschichte! Super! Ich hab vor der Sendung mal reingelesen in diesen „Don Quijote“. Ist ja mehr so ein Mittelalter-Nerd als ein Ritter. Was ist so toll an ihm, Herr Mann?</p>
<p><strong>Mann</strong>: Das Buch <em>zeigt, wie aus bescheidener Konzeption, einer lustig lebensgesegneten Satire, bei welcher der Dichter sich ursprünglich nicht viel gedacht hat, ein Volks- und Menschheitsbuch wird. Don Quijote ist zwar närrisch, doch nicht im mindesten unklug, was freilich der Dichter selbst im voraus nicht so recht gewusst hat. Seine Achtung vor dem Geschöpf seiner eigenen komischen Erfindung ist während der Erzählung ständig im Wachsen, &#8211; dieser Prozess ist vielleicht das Fesselndste am ganzen Roman.</em></p>
<p><strong>Moderator</strong>: Was? Dieser Cervantes hat erst beim Schreiben kapiert, sie super sein Don Quijote ist? Echt wahr? Aber Shakespeare, the King of Drama, hatte seine Figuren besser Griff?</p>
<p><strong>Heine</strong>: Im Gegenteil. <em>Der große Brite ist nicht bloß Dichter, sondern auch Historiker. Die Aufgabe Shakespeares war nicht bloß die Poesie, sondern auch die Geschichte. Er konnte die gegebenen Stoffe nicht willkürlich modeln, er konnte nicht die Ereignisse und Charaktere nach Laune gestalten. Dennoch: In dieses Geschichtsdramen strömt die Poesie reichlicher und gewaltiger und süßer als in den Tragödien jener Dichter, die ihre Fabeln entweder selbst erfinden oder nach Gutdünken umarbeiten.</em></p>
<p><strong>Mann</strong>: Shakespeare, das ist <em>der ungeheuerste Fall von Dichtertum, den die Erde sah. So besaß er ohne Zweifel, wie er alles besaß, auch Erfindung. Aber noch sicherer ist, dass er nicht viel Gewicht darauf legte und nicht viel Gebrauch davon machte. Hat er je eine Fabel erfunden? Auch die krausen Intrigen seiner Lustspiele sind nicht von ihm erdacht. Er arbeitete nach alten Theaterstücken, nach italienischen Novellen. Er fand viel lieber, als dass er erfand<br />
</em></p>
<p><strong>Moderator</strong>: Klar, super Typ, dieser Shakespeare. Aber übertreiben Sie nicht? Es gibt jede Menge Fehler in seinen Stücken. Können Sie mal bei Wikipedia nachlesen. (schaut triumphierend)</p>
<p><strong>Mann</strong>: Wiki&#8230; Wer bitte?</p>
<p><strong>Heine</strong> (wütend): <em>Überall Kleinigkeitskrämerei, selbstbespiegelnde Seichtigkeit, gelehrter Aufgeblasenheit, die vor Wonne fast zu platzen droht, wenn sie dem armen Dichter irgendeinen antiquarischen, geographischen oder chronologischen Schnitzer nachweisen.</em></p>
<p><strong>Goethe</strong>: <em>Niemand hat das materielle Kostüm mehr verachtet als Shakespeare. Er kennt recht gut das innere Menschenkostüm, und hier gleichen sich alle. Man sagt, er habe die Römer vortrefflich dargestellt. Ich finde es nicht. Es sind lauter eingefleischte Engländer. Aber freilich Menschen sind es, Menschen von Grund aus, und denen passt wohl auch die römische Toga. Hat man sich einmal hierauf eingerichtet, so findet man seine Anachronismen höchst lobenswürdig, und gerade dass er gegen das äußere Kostüm verstößt, das ist es, was seine Werke so lebendig macht.</em></p>
<p><strong>Moderator</strong>: Also echt Leute, das sollen die Größten in eurem Gewerbe sein? Der eine kapiert erst beim Schreiben, was er schreibt. Der andere wird für seine Fehler gelobt?</p>
<p><strong>Mann</strong>: Junger Mann, Ihr Vorwurf lässt Ihre Ahnungslosigkeit erkennen. <em>Man muss an dieser Stelle begreifen, dass es eine objektive Erkenntnis im Reiche der Kunst überhaupt nicht gibt, sondern nur eine intuitive.</em></p>
<p><strong>Heine</strong> (fixiert den Moderator): <em>Natürlich verzeihe ich meinen Feinden. Aber erst an dem Tag, an dem ich sie hängen sehe.</em></p>
<p><strong>Mann</strong> (fixiert den Moderator): Vergessen Sie nicht junger Mann: <em>Ein Künstler muss in derselben Verfassung an sein Werk gehen, in der der Verbrecher seine Tat begeht.</em></p>
<p><strong>Goethe</strong> (fixiert den Moderator): <em>Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent.</em></p>
<p><strong>Moderator</strong> (schwitzt, seine Karteikarten fallen ihm aus der Hand, hektisch): Vielen Dank, ich freue mich, dass Sie in unserer Sendung waren.</p>
<p>Bei Abschrift der Sendung fiel mir auf, dass die Herren Goethe, Heine, Mann in ihren Antworten wörtlich auf Gedanken ihrer Essays zurückgriffen. Um die übernommenen Sätze kenntlich zu machen, haben ich die Zitate kursiv gedruckt.</p>
<p>Aufgezeichnet von Uwe Wittstock</p>
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		<title>Buch &amp; Bar 26: Goethe und der Wein</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2015 08:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch & Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Heiner Boehncke]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Seng]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang von Goethe]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst der Fleiß macht das Genie! Klar, Essen ist auch wichtig. Aber in dieser Kurz-Kolume BUCH &#38; BAR geht es nur um Lesen und Trinken. Warum? Weil beides, in richtiger Qualität und Dosierung, einen kostbaren Fingerbreit über die klägliche Wirklichkeit &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=1309">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Erst der Fleiß macht das Genie!</strong></h1>
<h2><strong>Klar, Essen ist auch wichtig. Aber in dieser Kurz-Kolume BUCH &amp; BAR geht es nur um Lesen und Trinken. Warum? Weil beides, in richtiger Qualität und Dosierung, einen kostbaren Fingerbreit über die klägliche Wirklichkeit hinausheben kann.</strong></h2>
<h2><strong>Heute: Über unbeirrbar edelsüßes Lesen und Trinken</strong></h2>
<div id="attachment_1311" class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2015/07/40874479z1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1311" title="40874479z" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2015/07/40874479z1-196x300.jpg" alt="" width="196" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Will keiner trinken? keiner lachen?&quot; Goethe und der Wein. Herausgegeben von Heiner Boehncke und Joachim Seng. Insel Verlag, Berlin 2014. 13,95 Euro</p></div>
<p>Wir braven Bürger stellen uns das Leben der Dichter gern frei und lustvoll vor. Aber das ist natürlich ganz falsch. Man glaubt ja nicht, wie viel Kraft es kostet, genial zu sein. Nehmen wir mal Goethe zum Beispiel. Wie viel der tagtäglich zu tun hatte! Schon zum zweiten Frühstück, so gegen 10 Uhr, wollte das erste Glas Süßwein getrunken sein, meist Madeira. Den restlichen Vormittag über war ein weiteres Wasserglas voll Wein fällig. Zu Mittag galt es, eine ganze Flasche Wein wegzuputzen, zum Dessert ein Glas Champagner. Nachmittags ging er es ruhiger an, bis schließlich zum Abendessen wieder Wein, Tee, Punsch oder Champagner abzuarbeiten waren war. Kamen Gäste, gab es noch eine Flasche Rheinwein.</p>
<p>Wie soll man, frage ich Sie, bei derartigen Verpflichtungen noch zum Dichten kommen? Etwa zwei Liter Wein trank er pro Tag, listet das feine, kleine Bändchen <strong>„Will keiner trinken? keiner lachen?“</strong> über <strong>„Goethe und den Wein“</strong> (Insel Verlag, 13,95 Euro) auf. Angesichts solcher Anforderungen, fiele es mir schwer, einen klaren Gedanken fassen oder auch nur der Weg zum Schreibtisch finden. Aber Goethe war eben ein Genie.</p>
<p>Er liebte Wein aus dem Rheingau. Der „Kometenwein“ Jahrgang 1811 war sein Liebling. Der ist heute unbezahlbar. Aber kürzlich habe ich auf einer Rheingau-Wanderung <strong>Riesling 2011</strong> probiert, edelsüß, so wie Goethe es mochte (wein-prinz.de). Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Sonst trinke ich trockene Weine. Doch Goethe wage ich nicht zu widersprechen. Nicht einmal in Riesling-Fragen.</p>
<address><em>Die Kolumne erschien im Focus vom 27. Juni 2015. </em></address>
<address><em> 2014 startete meine Kurz-Kolumne Buch &amp; Bar im Focus. Sie ist schon deshalb unverzichtbar, weil sie dem weltbewegenden Zusammenhang zwischen Lieblingsbegleiter BUCH und Lieblingsaufenthaltsort BAR nachgeht, zwischen Geschriebenem und Getrunkenem, zwischen der Beschwingtheit, in die manche Dichter ebenso wie manche Drinks versetzen können. Also haargenau das,  worauf jeder überzeugte Büchersäufer immer schon gewartet hat – weshalb ich die Kolumnen hier gern frisch auf die Theke meines Blogs serviere.</em></address>
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		<title>Ein Smash-Hit der deutschen Lyrik</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=213</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Friederike Brion]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang von Goethe]]></category>

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		<description><![CDATA[Goethes erste Liebe Heute von 260 Jahren wurde Goethes frühe Geliebte Friederike Brion geboren. Jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang haben sich Germanisten darüber gestritten, ob die beiden tatsächlich miteinander schliefen oder nicht. Ob die Germanisten das etwas anging, ist eine andere &#8230; <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/?p=213">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Goethes erste Liebe</strong></h2>
<h3><strong>Heute von 260 Jahren wurde Goethes frühe Geliebte <a href="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2012/04/82px-Friederike_Brion.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-217" title="82px-Friederike_Brion" src="http://blog.uwe-wittstock.de/wp-content/uploads/2012/04/82px-Friederike_Brion.jpg" alt="Friederike Brion 1752 - 1813" width="82" height="119" /></a>Friederike Brion geboren. Jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang haben sich Germanisten darüber gestritten, ob die beiden tatsächlich miteinander schliefen oder nicht. Ob die Germanisten das etwas anging, ist eine andere Frage. Auf jeden Fall haben beiden sehr für einander geschwärmt &#8211; und Friederike blieb bis zu ihrem Tod 1813 unverheiratet.</strong></h3>
<h3>Ihr zu Ehren das wohl schönste Gedicht, das ihr Goethe auf den Leib dichtete. Ein echter Smash-Hit der deutschen Lyrik:</h3>
<p><strong>Heidenröslein</strong></p>
<p><em>Sah ein Knab ein Röslein stehn,<br />
Röslein auf der Heiden,<br />
War so jung und morgenschön,<br />
Lief er schnell, es nah zu sehn,<br />
Sah&#8217;s mit vielen Freuden.<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</em></p>
<p><em>Knabe sprach: „Ich breche dich,<br />
Röslein auf der Heiden!“<br />
Röslein sprach: „Ich steche dich,<br />
Dass du ewig denkst an mich,<br />
Und ich will&#8217;s nicht leiden.“<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</em></p>
<p><em>Und der wilde Knabe brach<br />
S Röslein auf der Heiden;<br />
Röslein wehrte sich und stach,<br />
Half ihm doch kein Weh und Ach,<br />
Musst es eben leiden.<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</em></p>
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