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	<title>Kommentare zu: Streit ums &#8220;Blutbuchenfest&#8221;</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Von: Manfred Lauffs</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-159</link>
		<dc:creator>Manfred Lauffs</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Dec 2015 17:20:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lieber Herr Wittstock,

&quot;Ich kann jede Schriftsteller verstehen, der – vor die Wahl zwischen historischer Korrektheit der Fakten und der inneren Logik seines Romans gestellt – sich für den Roman entscheidet und sagt: Fuck the fakts.&quot; 
Ich denke, es muss heißen: &quot;Ich kann jeden...&quot; und &quot;facts&quot;.
Viele Grüße!
M. Lauffs
PS. Die Website insgesamt ist sehr gut!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Wittstock,</p>
<p>&#8220;Ich kann jede Schriftsteller verstehen, der – vor die Wahl zwischen historischer Korrektheit der Fakten und der inneren Logik seines Romans gestellt – sich für den Roman entscheidet und sagt: Fuck the fakts.&#8221;<br />
Ich denke, es muss heißen: &#8220;Ich kann jeden&#8230;&#8221; und &#8220;facts&#8221;.<br />
Viele Grüße!<br />
M. Lauffs<br />
PS. Die Website insgesamt ist sehr gut!</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Uwe Wittstock</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-93</link>
		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2014 08:14:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mosebach könnte, lieber Partick Bahners, auf so mancherlei verweisen. Um sich nicht im Streit um Begriffe zu verlieren hier der Hinweis auf drei andere Romane: Mosebach könnte auf Ransmayrs &lt;em&gt;letzte Welt&lt;/em&gt; verweisen, in dem Kaiser Augustus seine Ansprachen in Fußball-Stadien in Bündel von Mikrophonen spricht (eine Technik, die um das Jahr 0 vermutlich noch nicht zur Verfügung stand), oder auf Nadolnys &lt;em&gt;Entdeckung der Langsamkeit&lt;/em&gt;, in dem Nadolny John Franklin nicht an Skorbut oder Bleivergiftung sterben lässt, sondern an einem Schlaganfall, oder auf Kehlmanns &lt;em&gt;Vermessung der Welt&lt;/em&gt;, in dem Kehlmann ein UFO über den Wassern des Orinoko schweben lässt. Die Laxheit im Umgang mit historischen Tatsachen scheint im postmodernen Roman besonders ausgeprägt zu sein. Ich kann jede Schriftsteller verstehen, der - vor die Wahl zwischen historischer Korrektheit der Fakten und der inneren Logik seines Romans gestellt - sich für den Roman entscheidet und sagt: Fuck the fakts.
Platthaus&#039; Kritik am &lt;em&gt;Blutbuchenfest&lt;/em&gt; leuchtete mir nur dann ein, wenn das im Roman beschriebene halodrihafte Bürger-Milieu nur um 1991 existiert hätte und die Vernetzung durch Smart-Phones und Laptops essentiell wäre für die Beschreibung dieses Milieus. Doch das ist nicht der Fall.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mosebach könnte, lieber Partick Bahners, auf so mancherlei verweisen. Um sich nicht im Streit um Begriffe zu verlieren hier der Hinweis auf drei andere Romane: Mosebach könnte auf Ransmayrs <em>letzte Welt</em> verweisen, in dem Kaiser Augustus seine Ansprachen in Fußball-Stadien in Bündel von Mikrophonen spricht (eine Technik, die um das Jahr 0 vermutlich noch nicht zur Verfügung stand), oder auf Nadolnys <em>Entdeckung der Langsamkeit</em>, in dem Nadolny John Franklin nicht an Skorbut oder Bleivergiftung sterben lässt, sondern an einem Schlaganfall, oder auf Kehlmanns <em>Vermessung der Welt</em>, in dem Kehlmann ein UFO über den Wassern des Orinoko schweben lässt. Die Laxheit im Umgang mit historischen Tatsachen scheint im postmodernen Roman besonders ausgeprägt zu sein. Ich kann jede Schriftsteller verstehen, der &#8211; vor die Wahl zwischen historischer Korrektheit der Fakten und der inneren Logik seines Romans gestellt &#8211; sich für den Roman entscheidet und sagt: Fuck the fakts.<br />
Platthaus&#8217; Kritik am <em>Blutbuchenfest</em> leuchtete mir nur dann ein, wenn das im Roman beschriebene halodrihafte Bürger-Milieu nur um 1991 existiert hätte und die Vernetzung durch Smart-Phones und Laptops essentiell wäre für die Beschreibung dieses Milieus. Doch das ist nicht der Fall.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Patrick Bahners</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-92</link>
		<dc:creator>Patrick Bahners</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2014 01:52:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ohne den Roman schon gelesen zu haben, möchte ich vermuten, dass man zu Mosebachs Gunsten auf die Konvention des anachronistischen Kostüms in der Historienmalerei verweisen kann.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne den Roman schon gelesen zu haben, möchte ich vermuten, dass man zu Mosebachs Gunsten auf die Konvention des anachronistischen Kostüms in der Historienmalerei verweisen kann.</p>
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		<title>Von: Norbert Kuge</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-91</link>
		<dc:creator>Norbert Kuge</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 20:11:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ihre Replik auf Platthaus ist bestechend einleuchtend und dabei trotzdem fair. Warum man immer auf die umstrittene Rolle Martin Mosebachs im Literaturbetrieb hinweist, statt seinen Roman als das zu lesen, was er ist, nämlich eine gute aktuelle  fiktionale Geschichte, bleibt mir ein Rätsel. Auch die lobende Rezension von Ijoma Mangold baute erst einen lächerlichen Disput um Martin Mosebach auf, um seinen Roman dann aber  als Geniestreich zu loben. 
Ob nun Geniestreich oder &quot;nur&quot; ein hervorragender Gegenwartsroman sei dahingestellt, jedenfalls war Ihre Klarstellung richtig und notwendig.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre Replik auf Platthaus ist bestechend einleuchtend und dabei trotzdem fair. Warum man immer auf die umstrittene Rolle Martin Mosebachs im Literaturbetrieb hinweist, statt seinen Roman als das zu lesen, was er ist, nämlich eine gute aktuelle  fiktionale Geschichte, bleibt mir ein Rätsel. Auch die lobende Rezension von Ijoma Mangold baute erst einen lächerlichen Disput um Martin Mosebach auf, um seinen Roman dann aber  als Geniestreich zu loben.<br />
Ob nun Geniestreich oder &#8220;nur&#8221; ein hervorragender Gegenwartsroman sei dahingestellt, jedenfalls war Ihre Klarstellung richtig und notwendig.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: matthias matussek</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-90</link>
		<dc:creator>matthias matussek</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2014 18:53:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[der Roman ist Posse, farce und am Ende Tragödie, in einer so bezwingenden Gefühlsarithmetik, so luziden und ironischen, auf Th-Mann-Höhen tanzenden Beschreibungenm, ein ganz große Wurf - ich glaube auch, das Platthaus das falsche Haar in der Suppe gesucht und eigentlich doch niocht gefunden hat, siehe Wittstock, ein ganz großer Wurf, oder um s mit Ijoma Mangold in derZEIT zu sagen, ein &quot;Geniestreich&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>der Roman ist Posse, farce und am Ende Tragödie, in einer so bezwingenden Gefühlsarithmetik, so luziden und ironischen, auf Th-Mann-Höhen tanzenden Beschreibungenm, ein ganz große Wurf &#8211; ich glaube auch, das Platthaus das falsche Haar in der Suppe gesucht und eigentlich doch niocht gefunden hat, siehe Wittstock, ein ganz großer Wurf, oder um s mit Ijoma Mangold in derZEIT zu sagen, ein &#8220;Geniestreich&#8221;</p>
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		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://blog.uwe-wittstock.de/?p=868#comment-89</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2014 15:54:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Platthaus ist vermutlich froh, den vermeintlichen Fehler mit dem Handy entdeckt zu haben. So kann er den ganzen Roman in Bausch und Bogen ablehnen - eben weil ihm die (politische) Figur Mosebach nicht passt. Gesinnungskritik.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Platthaus ist vermutlich froh, den vermeintlichen Fehler mit dem Handy entdeckt zu haben. So kann er den ganzen Roman in Bausch und Bogen ablehnen &#8211; eben weil ihm die (politische) Figur Mosebach nicht passt. Gesinnungskritik.</p>
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