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	<title>Kommentare zu: Marcel Reich-Ranicki</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Von: Adelheid</title>
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		<dc:creator>Adelheid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2012 19:35:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie Herr Reich-Ranicki altersweise verkündet, ist das Alter fürchterlich. Ist es aber auch noch  fürchterlicher als das Überleben im letzten Weltkrieg (sei es als Opfer oder Täter)? Ich sage: ja. Aber das alles hätte man als Weiser ja schon vorher wissen können, vor einem späten Interview oder den üblichen Altersschmerzen, zumal keiner so viel jugendliche Literatur kennt wie R-Ranicki.

Ich selbst bin ja 5 Jahre nach dem Weltkrieg geboren  und kannte weder das große Leid noch die große Literatur (nur so etwas wie  &quot;Kasperle auf Reisen&quot;), wusste das im Interview Gesagte aber schon mit 13 Jahren, als ich überlegte, ob ich mich nicht doch besser gleich umbringen sollte in dieser Welt. Da erkannte ich damals schon mit Schrecken: Mein Gott, man stirbt ja eh bald genug ganz von selbst. Und hoffentlich kommt der immerzu prophezeite Weltuntergang noch zu meiner Zeit, damit ich den wenigstens noch erleben kann. So einfach ist das.

Ich hätte aber doch noch einen komplizierten Wunsch im Leben, ich würde Herrn Reich-Ranicki danken dürfen, dass er nach Deutschland zurückgekehrt ist und ihn persönlich umarmen dürfen. Ich kenne sein Buch und den Film und ich bin froh, dass es diese Dokumente gibt. Ranicki soll aber nicht jammern übers Alter, denn dass er stark blieb und nun lange leben muss, ja muss, das ist ein Zeichen.
Ich bitte darum, dass ihm jemand das mitteilt, der näheren Kontakt zu ihm hat und ihm sagt, dass ich ihm alles Gute wünsche. 
Herzliche Grüße aus Österreich sendet Adelheid]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Herr Reich-Ranicki altersweise verkündet, ist das Alter fürchterlich. Ist es aber auch noch  fürchterlicher als das Überleben im letzten Weltkrieg (sei es als Opfer oder Täter)? Ich sage: ja. Aber das alles hätte man als Weiser ja schon vorher wissen können, vor einem späten Interview oder den üblichen Altersschmerzen, zumal keiner so viel jugendliche Literatur kennt wie R-Ranicki.</p>
<p>Ich selbst bin ja 5 Jahre nach dem Weltkrieg geboren  und kannte weder das große Leid noch die große Literatur (nur so etwas wie  &#8220;Kasperle auf Reisen&#8221;), wusste das im Interview Gesagte aber schon mit 13 Jahren, als ich überlegte, ob ich mich nicht doch besser gleich umbringen sollte in dieser Welt. Da erkannte ich damals schon mit Schrecken: Mein Gott, man stirbt ja eh bald genug ganz von selbst. Und hoffentlich kommt der immerzu prophezeite Weltuntergang noch zu meiner Zeit, damit ich den wenigstens noch erleben kann. So einfach ist das.</p>
<p>Ich hätte aber doch noch einen komplizierten Wunsch im Leben, ich würde Herrn Reich-Ranicki danken dürfen, dass er nach Deutschland zurückgekehrt ist und ihn persönlich umarmen dürfen. Ich kenne sein Buch und den Film und ich bin froh, dass es diese Dokumente gibt. Ranicki soll aber nicht jammern übers Alter, denn dass er stark blieb und nun lange leben muss, ja muss, das ist ein Zeichen.<br />
Ich bitte darum, dass ihm jemand das mitteilt, der näheren Kontakt zu ihm hat und ihm sagt, dass ich ihm alles Gute wünsche.<br />
Herzliche Grüße aus Österreich sendet Adelheid</p>
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