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	<title>Kommentare zu: Klaglos in Klagenfurt 1</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Von: Frank Jankowski</title>
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		<dc:creator>Frank Jankowski</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 15:44:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vergnügt schmökerte ich vorhin, nachdem ich Sie im Fernsehen in Klagenfurt hatte reden hören, in Ihren Blog, lieber Herr Wittstock.
Viele Fragen. 
Die vielleicht kompromittierendste: Weshalb wird Wiele die Briefe aufschlitzen müssen? Hat denn diese Frau Bachmann (die ich, wie vermutlich Wiele auch, lediglich dem Namen nach bzw. - entfernt - durch Hupperts Malina kenne) diese Briefe noch gar nicht gelesen? Oder hinterher wieder zugeklebt? Ich verkneife mir ein Interpunktionsschmunzeln, gönne Ihnen stattdessen einen Einblick in mein Tagebuch, in dem Sie heute auch vorkommen:

Eigene poetische Texte öffentlich vorzutragen, ist ja an sich schon ein exhibitionistischer Akt, bei dem selbst arrivierte Großmeister wie Helmut Krausser noch das Zittern kriegen. Zugegeben: für die 25 Riesen würde so manch einer sich noch viel peinlicher prostituieren. Aber im Beisein des notgedrungenen Exhibitionisten-Prostituisten in einem dermaßen elaborierten Schnodderton dermaßen abfällig darüber zu palavern ist obszön! 
Und OB das szön ist!
Ich frage mich: Was erwarten die denn von Leuten, die gerade eben erst ihr Studium abgeschlossen haben? Tiefschürfende Lebensweisheiten? Worüber denn? Wie kann da mehr rauskommen als handwerklich virtuose oder zumindest geschliffene Poesie?

Beide Textkünstler lassen das Gewitter stumm über sich ergehen. Wie gelähmt sitzen sie da. Das harte dürre Frollein Kränzler senkt ihren Kopf, möchte im Erdboden versinken. Der junge, ausdrücklich schwule Herr Froehling verfügt über genügend Selbstvertrauen, unbeirrt geradeaus zu blicken, während man seinen Text zerknüllt, bekotet, zerreißt. Beide gehen ab wie geprügelte Hunde. Jedenfalls wortlos.
In den &quot;Richtlinien der Tage der deutschen Literatur&quot; heißt es: &quot;In die Diskussion kann der/die betreffende AutorIn auf Wunsch eingreifen und zur Kritik der Jury Stellung nehmen. Dem/der AutorIn steht auch das Schlußwort [sic!] zu.&quot;
Es sind die Richtlinien von 2011. Vielleicht müssen die Betroffenen/Betroffinnen dieses Jahr schweigen.

Anschließend zwei weiteren Literatur-Profis zugehört, die ihrerseits wiederum über die Spontan-Räsoneure und -Räsonessen fachsimpeln sollen. Zum einen Doris Plöschberger, Suhrkamp-Lektorin, Superzicke, die sich beim Versprecher der Moderatorin geradezu echauffiert: Bloß keine Verlegerin wolle sie sein.
Überhaupt scheinen alle Literatur-Exegetinnen verhärtete Zicken zu sein, und alle Exegeten zufriedene Weicheier. 
Zum anderen Uwe Wittstock, ein kluger, hübscher, weichlicher Sympath mit dünnen Armen, der immerhin mutig genug ist, das lese ich nachher in seinem Internet-Blog, seinem jungen, ungleich minder begabten, jedoch ebenso ungleich sportlicheren Kollegen eine Rüge zu erteilen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vergnügt schmökerte ich vorhin, nachdem ich Sie im Fernsehen in Klagenfurt hatte reden hören, in Ihren Blog, lieber Herr Wittstock.<br />
Viele Fragen.<br />
Die vielleicht kompromittierendste: Weshalb wird Wiele die Briefe aufschlitzen müssen? Hat denn diese Frau Bachmann (die ich, wie vermutlich Wiele auch, lediglich dem Namen nach bzw. &#8211; entfernt &#8211; durch Hupperts Malina kenne) diese Briefe noch gar nicht gelesen? Oder hinterher wieder zugeklebt? Ich verkneife mir ein Interpunktionsschmunzeln, gönne Ihnen stattdessen einen Einblick in mein Tagebuch, in dem Sie heute auch vorkommen:</p>
<p>Eigene poetische Texte öffentlich vorzutragen, ist ja an sich schon ein exhibitionistischer Akt, bei dem selbst arrivierte Großmeister wie Helmut Krausser noch das Zittern kriegen. Zugegeben: für die 25 Riesen würde so manch einer sich noch viel peinlicher prostituieren. Aber im Beisein des notgedrungenen Exhibitionisten-Prostituisten in einem dermaßen elaborierten Schnodderton dermaßen abfällig darüber zu palavern ist obszön!<br />
Und OB das szön ist!<br />
Ich frage mich: Was erwarten die denn von Leuten, die gerade eben erst ihr Studium abgeschlossen haben? Tiefschürfende Lebensweisheiten? Worüber denn? Wie kann da mehr rauskommen als handwerklich virtuose oder zumindest geschliffene Poesie?</p>
<p>Beide Textkünstler lassen das Gewitter stumm über sich ergehen. Wie gelähmt sitzen sie da. Das harte dürre Frollein Kränzler senkt ihren Kopf, möchte im Erdboden versinken. Der junge, ausdrücklich schwule Herr Froehling verfügt über genügend Selbstvertrauen, unbeirrt geradeaus zu blicken, während man seinen Text zerknüllt, bekotet, zerreißt. Beide gehen ab wie geprügelte Hunde. Jedenfalls wortlos.<br />
In den &#8220;Richtlinien der Tage der deutschen Literatur&#8221; heißt es: &#8220;In die Diskussion kann der/die betreffende AutorIn auf Wunsch eingreifen und zur Kritik der Jury Stellung nehmen. Dem/der AutorIn steht auch das Schlußwort [sic!] zu.&#8221;<br />
Es sind die Richtlinien von 2011. Vielleicht müssen die Betroffenen/Betroffinnen dieses Jahr schweigen.</p>
<p>Anschließend zwei weiteren Literatur-Profis zugehört, die ihrerseits wiederum über die Spontan-Räsoneure und -Räsonessen fachsimpeln sollen. Zum einen Doris Plöschberger, Suhrkamp-Lektorin, Superzicke, die sich beim Versprecher der Moderatorin geradezu echauffiert: Bloß keine Verlegerin wolle sie sein.<br />
Überhaupt scheinen alle Literatur-Exegetinnen verhärtete Zicken zu sein, und alle Exegeten zufriedene Weicheier.<br />
Zum anderen Uwe Wittstock, ein kluger, hübscher, weichlicher Sympath mit dünnen Armen, der immerhin mutig genug ist, das lese ich nachher in seinem Internet-Blog, seinem jungen, ungleich minder begabten, jedoch ebenso ungleich sportlicheren Kollegen eine Rüge zu erteilen.</p>
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