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	<title>Kommentare zu: Internet-Buchhandel knickt vor Juristen ein</title>
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	<description>Über Literatur und Literaten</description>
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		<title>Von: Uwe Wittstock</title>
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		<dc:creator>Uwe Wittstock</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 14:40:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo, sehr geehrter Herr Wittstock - !

Ich freu mich, dass ich über börsenblatt.net und die Diskussion über das WWF-Buch des Kollegen Huismann - nun zu Ihrem Literatur-Blog gefunden habe!

Kollege Huismann hat garantiert nichts &quot;erfunden&quot;, wie von einem Leserbrief-Schreiber im börsenblatt.net unterstellt. Ich erinnere ihn als einen der investigativen Journalisten, Hörfunk und Fernsehen, die immer &quot;Schwierigkeiten&quot; kriegen, weil sie es mit der Wahrheits-Findung genau nehmen. Und es reichlich Menschen, Gruppen und Vereinigungen gibt, von Politik und Politikern ganz zu schweigen, die es gar nicht gerne sehen, wenn man ihnen unter die Decke schaut. 
Als ich seinerzeit, vor genau 32 Jahren, eine große Hörfunk-Reportage über die Machenschaften der sogenannten Kaffeefahrten-Gesellschaften machte - 1 Stunde, bei Radio Bremen - brach ein Sturm los. Seitens des Dachverbandes dieser &quot;Veranstalter&quot;. Weil ich ins Schwarze getroffen hatte. Sie wollten von Radio Bremen ad hoc 500.000 DM Schadensersatz. Und von mir, als Autorin, 100.000 DM...Zugleich verlangten sie, dass sie Sendung nicht wiederholt werden dürfe, da sie sonst eine Klage wegen übler Nachrede gegen den Sender anstrengen würden. 

Die damals bei Radio Bremen neugewählte Hörfunk-Programmdirektorin Karola Sommerey, knickte voll ein, ließ die Sendung verschwinden, um kein Geld zu zahlen und um einen Prozess zu vermeiden. Die Sender NDR II und SWF  - denen bereits die Sendung von mir ebenfalls angeboten worden war, als Wiederholung, ausschnittweise oder in voller Länge - scherten sich nicht die Bohne um die Drohung.  Und sendeten, was sie senden wollten. 
Andere Sender nahmen sich ebenfalls Teile aus der Sendung, ein Insider hatte ausgepackt, ebenfalls hatte ich selbst recherchiert, indem ich mich als willige Mitarbeiterin tarnte, und auch Tageszeitungen griffen damals das Ärgernis-Thema auf. 
So dass es zu jener neuen Gesetzes-Regelung kam, dass die zumeist älteren Menschen, denen Heizdecken und anderes überflüssige und gefährliche Zeug zu weit überhöhten Preisen auf diesen sogenannten &quot;Kaffeefahrten&quot; angedreht worden war, dass diese Käufe innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden konnten.

Doch statt Glückwünsche von Radio Bremen zu erhalten, hing mir der Ruf nach, ich hätte &quot;unsauber&quot; recherchiert.

Das hat mich nicht weiter tangiert. Ich hatte zuvor bereits einen betrügerischen Kontakt-Club enttarnt, auch da hatte sich mein damaliger Sender, Radio Bremen, schwer getan, dies zu senden. Erst als dies als große Story bei damals BRIGITTE veröffentlicht worden war, und bei Gruner &amp; Jahr &quot;waschkörbeweise&quot; Resonanz eingetroffen war, wie wahr diese Geschichte sei, wie übel der sogenannte &quot;Level-Club&quot; vorgegangen sei - getraute sich auch Radio Bremen, nun ganz stolz, mich als Autorin nun auch der von ihnen gesendeten Sendung zu präsentieren...

Der vorauseilende Gehorsam, die vorauseilende Schere im Kopf - Gefahr für uns alle und die Meinungsfreiheit. Da freuen sich die Geschäftemacher...jedweder couleur...

Danke für den BLOG-Beitrag und dass damit dieser Stein der Diskussion ins Rollen gebracht worden ist.

Roswitha Schäfer]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, sehr geehrter Herr Wittstock &#8211; !</p>
<p>Ich freu mich, dass ich über börsenblatt.net und die Diskussion über das WWF-Buch des Kollegen Huismann &#8211; nun zu Ihrem Literatur-Blog gefunden habe!</p>
<p>Kollege Huismann hat garantiert nichts &#8220;erfunden&#8221;, wie von einem Leserbrief-Schreiber im börsenblatt.net unterstellt. Ich erinnere ihn als einen der investigativen Journalisten, Hörfunk und Fernsehen, die immer &#8220;Schwierigkeiten&#8221; kriegen, weil sie es mit der Wahrheits-Findung genau nehmen. Und es reichlich Menschen, Gruppen und Vereinigungen gibt, von Politik und Politikern ganz zu schweigen, die es gar nicht gerne sehen, wenn man ihnen unter die Decke schaut.<br />
Als ich seinerzeit, vor genau 32 Jahren, eine große Hörfunk-Reportage über die Machenschaften der sogenannten Kaffeefahrten-Gesellschaften machte &#8211; 1 Stunde, bei Radio Bremen &#8211; brach ein Sturm los. Seitens des Dachverbandes dieser &#8220;Veranstalter&#8221;. Weil ich ins Schwarze getroffen hatte. Sie wollten von Radio Bremen ad hoc 500.000 DM Schadensersatz. Und von mir, als Autorin, 100.000 DM&#8230;Zugleich verlangten sie, dass sie Sendung nicht wiederholt werden dürfe, da sie sonst eine Klage wegen übler Nachrede gegen den Sender anstrengen würden. </p>
<p>Die damals bei Radio Bremen neugewählte Hörfunk-Programmdirektorin Karola Sommerey, knickte voll ein, ließ die Sendung verschwinden, um kein Geld zu zahlen und um einen Prozess zu vermeiden. Die Sender NDR II und SWF  &#8211; denen bereits die Sendung von mir ebenfalls angeboten worden war, als Wiederholung, ausschnittweise oder in voller Länge &#8211; scherten sich nicht die Bohne um die Drohung.  Und sendeten, was sie senden wollten.<br />
Andere Sender nahmen sich ebenfalls Teile aus der Sendung, ein Insider hatte ausgepackt, ebenfalls hatte ich selbst recherchiert, indem ich mich als willige Mitarbeiterin tarnte, und auch Tageszeitungen griffen damals das Ärgernis-Thema auf.<br />
So dass es zu jener neuen Gesetzes-Regelung kam, dass die zumeist älteren Menschen, denen Heizdecken und anderes überflüssige und gefährliche Zeug zu weit überhöhten Preisen auf diesen sogenannten &#8220;Kaffeefahrten&#8221; angedreht worden war, dass diese Käufe innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden konnten.</p>
<p>Doch statt Glückwünsche von Radio Bremen zu erhalten, hing mir der Ruf nach, ich hätte &#8220;unsauber&#8221; recherchiert.</p>
<p>Das hat mich nicht weiter tangiert. Ich hatte zuvor bereits einen betrügerischen Kontakt-Club enttarnt, auch da hatte sich mein damaliger Sender, Radio Bremen, schwer getan, dies zu senden. Erst als dies als große Story bei damals BRIGITTE veröffentlicht worden war, und bei Gruner &amp; Jahr &#8220;waschkörbeweise&#8221; Resonanz eingetroffen war, wie wahr diese Geschichte sei, wie übel der sogenannte &#8220;Level-Club&#8221; vorgegangen sei &#8211; getraute sich auch Radio Bremen, nun ganz stolz, mich als Autorin nun auch der von ihnen gesendeten Sendung zu präsentieren&#8230;</p>
<p>Der vorauseilende Gehorsam, die vorauseilende Schere im Kopf &#8211; Gefahr für uns alle und die Meinungsfreiheit. Da freuen sich die Geschäftemacher&#8230;jedweder couleur&#8230;</p>
<p>Danke für den BLOG-Beitrag und dass damit dieser Stein der Diskussion ins Rollen gebracht worden ist.</p>
<p>Roswitha Schäfer</p>
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